über mich…und meine Arbeit…

2 Minuten vor dem Mauerbau wurde ich in Potsdam-Babelsberg geboren und bin im Berliner Schauspieler-Milieu irgendwie groß geworden. Da ich nichts besser kannte, habe ich 20 Jahre lang meine berufliche Erfüllung in diesem Bereich ausgelebt.

Obwohl Schauspielerei und Keramik so weit entfernt voneinander zu sein scheinen, so haben sie doch ein wesentliches Element gemeinsam: die Gestaltung.

Unterschiedlich sind nur die Mittel und das Material. Egal ob Keramikfiguren, filmische oder Theaterfiguren, jede muss vom Schöpfer zum Leben erweckt werden. Keramikgefäße und Plastiken aus Ton können ebenso eine Ausstrahlung besitzen wie Bühnen-oder Filmfiguren, selbst da ihnen das Wesentliche fehlt: die Bewegung.

Im keramischen Bereich sind es  Momentaufnahmen, Ausschnitte einer Geschichte, nicht die ganze Geschichte einer Figur, die mich interessieren. Damit mache ich dem Betrachter ein Angebot. Vielleicht gibt es Parallelen, Wünsche, Erinnerungen, an die ich rühre oder rege etwas Verborgenes an, das sich ohne Worte vermittelt.

 

Keramik heute - ein  Statement

In der Kunst ist Ton als Medium nie ernsthaft anerkannt worden und diente lediglich als Hilfsmaterial für "ernsthafte" Bildhauer zum modellieren von Maquetten oder für Vervielfältigungstechniken. Keramik gilt bis heute als minderwertig in der bildenden Kunst, zuviel Handwerk aus frühen Tagen haftet ihr an. Inzwischen und im Zeitalter der Massenproduktion schließen Töpfer ihre Werkstätten weltweit. Niemand kann heute mehr von Keramik-Töpfen leben. So nutze ich den Ton, um mich künstlerisch darin auszudrücken.  

Ton ist dann Keramik, wenn er sich durch Hitzeeinwirkung-also den Brand- verfestigt hat und nicht mehr verformen lässt. Jeder Töpfer ist auch Keramiker, aber nicht jeder Keramiker auch Töpfer.